Marburger Initiative gegen den Überwachungsstaat: Die MIgÜSt stellt sich vor

Vor 30 Jahren wurde die Marburger Initiative gegen den Überwachungsstaat (MIgÜSt) als Zusammenschluss von Bürgerrechtsorganisationen und Parteien gegründet. 1983 und 1987 organisierte sie in Marburg den Volkszählungsboykott (VoBo).
Die Kampagne gegen das sogenannte „Volksverhör“ war damals sehr erfolgreich: Mehr als 17.500 Erhebungsbögen von Verweigerern der Totalerhebung hängten Aktive nach Abschluss der Befragung 1987 an Wäscheleinen kreuz und quer über dem Marktplatz auf. Sie waren bei der MIgÜSt abgegeben worden und nicht bei den Erhebungsstellen, sodass die Ergebnisse der Zwangsbefragung letztendlich nicht besonders valide waren.
Der Marburger Rechtsanwalt Dr. Peter Hauck-Scholz war maßgeblich am Volkszählungsurteil des BVerfG beteiligt. Seine „Rechtsschutzfibel Volkszählung“ rangierte mehrere Wochen lang unter den Top-Ten der Spiegel-Bestsellerliste.
2013 wurde die MIgüst wieder reaktiviert. Nun informiert sie die Bevölkerung über die milliardenfache Erhebung und Auswertung persönlicher Daten durch Geheimdienste und Privatfirmen. Träger der MIgÜst:
1. Humanistische Union Marburg, Regionalverband Nord- und Mittelhessen>
2. >Die Linke, Kreisverband Marburg-Biedenkopf
3. Piratenpartei, Kreisverband Marburg-Biedenkopf Weitere Unterstützer sind willkommen.

Kommentare sind abgeschaltet.